Skip to content

Lesemarathon Buch 1

28. Dezember 2011

Angefangen,
durchgelesen (nicht an einem Stück),
unterstrichen,
Notizen gemacht.

Auf dem Stapel oben links:

Paul Murdin: Die Kartenmacher –
Der Wettstreit um die Vermessung der Welt
Artemis & Winkler 2010

Der Originaltitel lautet:
Full Meridian of Glory –
Perilous Adventures in the Competition of
Measure the Earth
Springer Science + Business Media 2009.

Wenn sie bei Ihrem Navigationsgerät, egal ob Sie es im Auto, auf dem Fahrrad
oder beim Wandern verwenden, auf die Koordinatenanzeige umschalten sehen
sie eine Zahlenkolonne in der Form von   9°30’21“ Ost   und  50°12’58“ Nord  in
der Anzeige.
Auch bei  Google Earth  sehen Sie solche Zahlen sich verändern durch die Bewe-
gung des Mauszeigers. Wenn Sie das Zustandekommen dieser Zahlen interessiert,
dann sind bei diesem Buch richtig.

Paul Murdin beschreibt, wie man vor ca. 250 Jahren erkannt hat, daß die Erde
nicht ganz rund ist (sie ist nach den Polen hin abgeplattet) und es notwendig
geworden war durch ein gutes Kartenwerk  die Größe der königlichen Ländereien,
den Küstenverlauf, den genauen Verlauf  der Straßen und Wege in einer Karte
abzubilden und nicht zuletzt auch genaue  Positionen der Segelschiffe zu
bekommen.

In „Die Kartenmacher“ werden Konflikte zwischen den damals handelnden
Personen durchleuchtet. Murdin zeigt  die Schwierigkeiten bei den Vermessungs-
arbeiten  in Frankreich, Lappland, Peru und Spanien. Es müssen die politischen
und die klimatischen Verhältnissen bewältigt werden und nicht zuletzt die
Konflikte mit der  Dummheit der Landbevölkerung ausgestanden werden. Auch
die Lebensläufe der handelten Personen werden angerissen. Viele Namen
kennt man aus dem Namenregister von Mathematikbüchern.

Zwei der beschriebenen Personen, Jean-Baptiste Delambre und Pierre Mechain,
sind die Hauptpersonen in dem Wissenschaftsroman

Denis Guedj: Die Geburt des Meters  aus dem Campus Verlag (1991).

Der Titel der französischen Originalausgabe lautet:
„La Meridienne (1792-1797)“,
erschienen bei der Edition Seghers, Paris (1997).


Sichtbar gemacht waren solche Arbeiten auf der Rückseite  (unten rechts)
der letzten Ausgabe den 10 DM Schein, dessen Vorderseite Carl Friedrich Gauß zeigt:

Auch in  John Keay: EXPEDITION GREAT ARC – Die abenteuerliche Vermessung
des indischen Subkontinents – Wie der Mount Everest zu seinem Namen kam
aus dem Campus-Verlag 2002

die englische Originalausgabe  „The Great Arc“ erschien 2000
bei HarperCollinsPublishers

ist beschrieben, wie Colonel William Lampton und in seiner Nachfolge
Lieutenant  George Everest diese Dreiecksarbeiten zur Bestimmung der
Erdkrümmung und  zur kartografischen Erfassung erst nach etlichen
Jahrzehnten zum Abschluß bringen.

Auch in Daniel Kehlmann’s  „Die Vermessung der Welt“, Rowohlt Verlag 2005,
wird einer der damaligen Erdmesser, Carl Freidrich Gauß, zu einem der
beiden Romanhelden.

Ausblick: Der zweite Buch des Bücherstapels ist die ungekürzte Neuausgabe des
bisher unveröffentlichen Originalmanuskript von
Hans Fallada’s  „Jeder stirbt für sich allein“.

Advertisements

From → Buch

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: