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Lesestapel 11 – George

29. Mai 2012

GEORGE HARRISON

LIVING IN THE MATERIAL WORLD

Die illustrierte Biografie

Olivia Harrison

HERAUSGEGEBEN VON MARK HOLBORN

AUS DEM ENGLISCHEN
VON CHRISTIANE WAGLER
UND PETER FRIEDRICH

Verlag KNESEBECK München 2011

Es ist die erste umfassende Biografie über George Harrison. Mit unveröffentlichten Fotografien und Dokumenten, persönlichen Notizen und Erinnerungen aus dem privaten Nachlass, sowie Kommentaren von Wegbegleitern beschreibt der Band das Leben eines Ausnahme-Musikers und vielseitig engagierten Künstlers.

Es macht Spaß in der Biografie zu blättern. Es beginnt mit Familienbildern, als George gerade das Babyalter verlassen hatte. Man sieht seine Schulhefte, die er mit Kritzeleien ergänzte: Gitarrengriffe, kleine Zeichnungen und Skizzen. Das Schulverzeichnis der eingeschulten Schüler, seine Postkarten von unterwegs nach Hause oder an seine Schwester in Übersee. Und durchweg von ihm selbst oder mit seiner Kamera fotografierte Bilder.

Martin Scorsese im Vorwort:
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, als ich das erste Mal „All Things Must Pass“ hörte, die LP kam 1970 heraus. Allein die Gestaltung des Covers war schon ungewöhnlich, mit einem sehr eindringlichen, fast zeitlos wirkenden Foto von George. … In dem Moment, als ich die Platte auflegte, …, war ich sofort gefangen: Etwas Besonderes geschah, wenn George Gitarre spielte … Es gab viele dieser magischen Momente, sowohl in seiner Zeit mit den Beatles als auch als Solokünstler.

Paul Theroux im Prolog:
Es ist ein sehr angenehmer Gedanke, dass ein unbeschwertes Herz die schönste Musik hervorbringt. Wohlklingende Melodien können uns besänftigen, sie führen uns unsere eigenen Schwächen vor Augen, lassen uns in unserer Traurigkeit als bedauernswert erscheinen, geben aber auch Trost und neuen Mut. Fast wie dem Himmel entstiegen erscheint dann auch der starke, in sich ruhende Interpret, beispielsweise George Harrison, den wir um seine Kraft und Zufriedenheit beneiden.

Zitat von George:
Was uns auszeichnete, war Ehrlichkeit, eine sehr einfache, fast naive Offenheit. Es heißt, dass man Humor haben muss, um an einem solchen Ort zu leben. Jeder, der aus Liverpool kommt, hält sich für einen Spaßvogel, und da waren wir keine Ausnahme. Das hat uns aufrecht gehalten.

Zitat von Paul McCartney:
Ich wohnte in Speke, am Rande von Liverpool … George wohnte ein paar Häuser weiter … Ich stieg in den Bus, und eine Haltestelle später stieg George zu … Schließlich muss er sich einmal neben mich gesetzt haben, und so lernten wir uns kennen. Und dann stellte sich heraus, dass wir beide Rock ’n‘ Roll und Gitarren liebten. Er war ein aufgeblasener kleiner Kerl, ziemlich selbstsicher und ließ sich durch nichts einschüchtern. Und seine Frisur war klasse.

Zitat von Pauline Harrison (Schwägerin)
Sie spielten jeden Freitagmittag im Cavern Club. Ihr Auftritt dauerte von ein bis zwei Uhr mittags. Die Akustik im Raum sorgte für diesen Sound, der den ganzen Körper erfasste.

Zitat von George:
Als wir uns zu den Beatles zusammenschlossen, hatten wir das überwältigende Gefühl, dass wir es zu etwas bringen würden. Dabei trugen wir nur dick auf. Es war eher so eine Ahnung, ein Bauchgefühl, das sich durch nichts rechtfertigen ließ.

Zitat Dhani Harrison (Sohn):
In meinen frühesten Erinnerungen ist Dad irgendwo im Garten, … und andauernd pflanzt er Bäume. Bis ich sieben Jahre alt war, dachte ich, das wäre sein Beruf.
Eines Tages ging ich von der Schule nach Hause, da verfolgten mich einige Jungs und johlten mir „Yellow Submarine“ hinterher. Dann kam ich nach Hause und flippte total aus, ich schrie meinen Dad an: „Warum hast du mir nicht erzählt, dass du bei den Beatles warst?“

Zitat von Olivia Harrison (Ehefrau):
Nichts, was ich über George erzählen könnte, verrät so viel über ihn wie seine Musik. Ich weiß,wie ungern er über sich selbst sprach, deshalb habe ich sein Leben hauptsächlich mit Fotos erzählt. Seine Geschichte ist faszinierend, und das war kein Zufall. Er arbeitete hart, war neugierig und energisch.

Fazit: Kaufen und blättern …

                                      Ich vergebe 5 Anlis-Punkte

Das nächste Buch im Lesestapel ist: „Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli.

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From → Buch, Musik

2 Kommentare
  1. Wünsche dir einen schönen Tag müsste ich mal lesen aber höchstens im Winter im Sonner ist man viel unterwegs

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