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Raum im Leben

30. Dezember 2012

Es gibt den mentalen Raum, der jedermanns Grenze vorgibt. Eine Grenze gibt immer Halt, manchmal ist sie auch ein Anhalt. Ist der mentale Raum nicht bewohnt oder nicht begrenzt, landet der Mensch unweigerlich in einer geistigen, haltlosen Leere.

In einem kulturellen Raum bewegen wir uns tagtäglich. In der „Familie“ lernt das Kind, sich zu entwickeln. Durch eigene Erfahrungen in der Schule, in der Ausbildung, im Berufsleben und in der sozialen Umgebung wird der kulturelle Raum ständig erweitert. Ohne einen kulturellen Raum können wir nicht existieren.

Treten Phasen der geistigen oder materiellen Raumnot auf, sind wir in der Lage mit Fantasie und Tatendrang nicht geahnte Kräfte zur Beibehaltung des Raumes zu entwickeln. Diese Phasen lassen einen Alltagszustand nicht zu.

Was ist mit dem Raum um uns herum? Ist er lebendig oder tot?
Zumindest besteht er aus Materie.

Füllen wir diese Materie, also den Raum, den scheinbar leeren Raum oder das Zimmer geschieht das immer zuallererst gedanklich. Dieser Gedanke ist entwicklungsfähig, er beginnt unbestimmt mit vielen noch nicht zusammenpassenden Bildern vor dem geistigen Auge. Je unvollständiger diese Komposition ist, umso mehr steigert sich die Fantasie in den Zusammenbau des leeren Raums hinein.
Die Umsetzung wird schwierig, wenn Dritte hinzugezogen werden müssen. Das fertig gebaute Haus wird unter der Federführung eines Architekten anders aussehen, als das vor dem geistigen Auge selbst Gebaute.

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From → Allgemein

6 Kommentare
  1. Hm…, sind das deine Worte?

    Sie lassen bei mir Fragezeichen oder Unstimmigkeiten aufploppen.

    Zum Bsp. der erste Satz: Es gibt den mentalen Raum, der jedermanns Grenze vorgibt.

    Ich glaube nicht, dass es einen mentalen Raum gibt, der jedermanns Grenze vorgibt. Ich glaube, dass wir uns selbst diese Grenzen setzen und im Laufe unseres Lebens idealerweise ausweiten und vergrößern. Oder ist es genau das, was du ausdrücken wolltest?

    LG
    Marion

    • IIch kann es mir anders nicht vorstellen. Jedes Gedankengebäude hat eine Mauer. Diese Mauer kann jeder Mensch verändern, er kann die Mauer nach außen schieben oder nach innen. Das hängt von den eigenen geistigen Fähigkeiten ab, mit Erlebtem oder Angst machenden Situationen fertig zu werden oder sie zu meistern, je nach Standpunkt.
      Vielleicht sind einige Menschen befähigt den eigenen mentalen Raum, vielleicht kurzfristig, zu überspringen, um in einem parallelen mentalen Raum neben sich zustehen. Mit den Fragen der Psychoanalyse will ich mich nicht beschäftigen.

      Lernen zähle ich zum kulturellen Raum. Ackerbau und Viehzucht lernen, jagen lernen, fremde Kulturen kennenlernen oder Ähnliches sind kulturelle Horizonterweiterungen.
      C.H.

      • Ach so hast du das gemeint, verstehe.

        Für mich werden Gedankengebäude in der Regel fest abgegrenzt innerhalb eines leeren mentalen Raumes erstellt, der grundsätzlich unendlich ist. In diesem Raum haben viele Gedankengebäude Platz. Wenn ich diese Gedankengebäude hinterfrage und einreiße, bleibt für mich der leere offene mentale Raum und ich kann ihn leer lassen oder mit anderem füllen.

        Um Psychoanalyse war es mir dabei nicht gegangen, wüsste auch nicht, wie ich sie damit in Zusammenhang bringen sollte.

        Gruß
        Marion

  2. „Das fertig gebaute Haus wird unter der Federführung eines Architekten anders aussehen, als das vor dem geistigen Auge selbst Gebaute.“
    Tut es das nicht immer, wenn ein vermeintlich Fremder oder Dritter sich darum – mehr oder weniger – bemüht, (T)Räume mit Leidenschaft zu erwecken? Ein spannender Text!
    Darüber muss ich noch mal ein bisschen grübeln 😉

    Nachdenkliche Grüße, Emily

    Und übrigens! Komm‘ morgen gut ins neue Jahr, hörst du?!

    • Die eigene Vorstellung eines Hauses kann nur durch häufige Besuche von Musterhausausstellungen mit dem Gedankengang eines Architekten in Einklang gebracht werden. Das ist wie eine einnorden auf die Vorgaben des Baugesetzbuches, der Immissions- und Emissionsvorschriften oder der gerade aktuell zu gewährenden Zuschüsse auf irgendein Bauteil.

      Und morgen werde ich schauen, dass ich irgendwie wach bleibe. Am besten youtube auf den Ohrhörer und sonst nichts hören. Falls ich einschlafe, passiert ja meistens, werde ich im neuen Jahr erst wach. Auch nicht schlecht.
      Wie machst du es?
      C.H.

      • Auf gar keinen Fall werde ich krampfhaft feiern. Wenn ich müde bin, geht es ins Bett. Das neue Jahr kommt so oder so. Und wenn ich es nicht um Mitternacht begrüße, dann eben beim Augenaufschlag am Morgen.
        Entspanne dich und hab eine schöne Zeit!

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