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Dieser joviale Gesichtsausdruck

1. August 2013

Der Kollege „F“ aus dem näheren Umfeld der Abteilung freute sich in der Singstunde am Montagmorgen auf die kommende Woche. Seine letzte Arbeitswoche vor dem Sommerurlaub. Seine Madame kann selbst nur in den Schulferien Urlaub machen. Nur noch diese Woche, dann endlich vierzehn Tage am Stück ausspannen. Nichts tun, kein Wecker am Morgen, keine Hetze ins Büro. Nichts. Nothing. Holydays.

Der Standortchef ist an wichtigen Montagsbesprechungen immer dabei. Jedes Mal blickte er von seinen Akten hoch und schaute mit einem gönnerhaften Lächeln zu unserem jungen Kollegen. „Na, du armes Schwein, du musst mit dem Urlaub warten, bis du dran bist. Ich bin grundsätzlich einige Wochen vor und im Herbst zwischen den Sommer- und den Herbstferien im Urlaub“, dachte er bestimmt in sich hinein.

Gestern war es so weit. „F“ muss seinen Urlaub verschieben. Ein Außerhausprojekt ist durch Krankheit in Verzug geraten und muss nun stark betreut werden. Von der Auftraggeberseite her sind Sommerzeitpausen kein Thema mehr. Weder bei privaten noch bei öffentlichen Auftraggebern. Das war schon einmal anders.

Ich habe den Braten schon am Montag gerochen. „Kerlchen“, dachte ich so bei mir, „halte deine Klappe, wenn dieser erweiterte Kreis tagt. Die vertragen es nicht, wenn sich Andere auf den Urlaub freuen.“ Es gab keine Möglichkeit „F“ eine Warnung zukommen zu lassen.

Das wird ihm eine Lehre sein. Leider!

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From → Leben

8 Kommentare
  1. Der arme,..hoffe er und seine Frau können trotzdem noch wegfahren in Bälde!

    • Das hält man aus. Das ging mir auch schon so. Wenn Projekte laufen müssen, ist immer jemand gebongt.

      • Ich weiß wovon du sprichst, man kann nur hoffen das dieser Kelch an einem vorbeigeht.
        Aber heutzutage muss man ja froh sein wenn man einen guten Job hat.

  2. Es gibt Erfahrungen, die kann man nur selbst sammeln. Vielleicht hat er Glück!?

    • Vielleicht war er vorher schon gebongt und es hat ihm nur noch niemand gesagt. Für eine richtige Vertretung braucht es die richtige Person. Nur hinsetzten und zugucken kann jeder.

  3. Er hatte doch die Vorfreude, die bekanntlich … 😉

    • Ja, ja, so kann man es auch sehen. Die wichtigsten zwei Wochen im Jahr und dann so was.

      • Das einzig Gute daran, das ich auf die Schnelle finden konnte, aber sicher kein Trost. Ziemlich besch …en würde ich das nennen! 😦

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