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Muckefuck

10. Oktober 2013

 muckefuck

So kommt mich das Gebräu zuweilen vor, das man meistens noch selbst bedient sich an den Stehtisch stellt. Kaffee kochen ist eine Kunst. Die Maschinen mit drei, vier oder fünf Vorwahlprogrammen können das möglicherweise nicht. Wenn doch, ist die Einstellung nicht kundenfreundlich gewählt.

Industriekaffeemaschine

Im Tankstellenbereich von Autobahnraststätten, also dort, wo man seine Tankrechnung bezahlt, stehen Kaffeeautomaten, 2,50 m hoch, wahrhaft monströs, erhält man den perfekten Kaffee. Einige Kollegen schwören auf den Kaffee von McDonalds. Ich auf diese Autobahntankstellen mit dem Kaffeemonstrum, dazu noch eine Bockwurst mit Senf und perfekt ist die Frühstückspause. Die Bockwurst kommt aber nicht aus dem Automaten.

Die Bäckereien mit Stehcafébereich können mit ihrer Kaffeequalität nicht mithalten. Sollen sie doch ihren Malzkaffee, Ersatzkaffee oder Blümchenkaffee behalten.

Kathreiner-2

Auf der Webseite der Deutschen Welle (Auslandsprogramm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) habe ich das Folgende entdeckt:

Lernen Sie jede Woche ein lustiges, skurriles deutsches Wort mit der Deutschen Welle, das ‚Wort der Woche‘.

Diese Woche: Muckefuck.

Lassen Sie Ihre Fantasie schweifen. „Muckefuck“ ist viel zahmer als Sie wahrscheinlich denken. Der Begriff, der Kaffee-Ersatz aus Gerstenmalz bezieht, ist wahrscheinlich aus dem Französisch „Mocca faux“ (fake mocca) abgeleitet.
Im ehemaligen Ost-Deutschland bedeutete „Muckefuck“ „Kinder Kaffee“, da das Gerstenmalz Gebräu kein Koffein enthält.
Das Café Muckefuck in Rostock sagt, es wählte seinen ungewöhnlichen Namen, weil das Wort sowohl mit Kaffee (obwohl, zugegeben, ist die Verbindung schwach und geschmacklos) und der Ostalgie in Deutschland verbunden war.

Caro

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From → Leben

10 Kommentare
  1. nixe permalink

    Nichts geht über eine schöne Tasse Kaffee mit einem Schuß Milch….
    Alles andere ist Schrott dagegen.
    Liebe Grüße
    Nixe – eingefleischte Kaffeetrinkerin 😉

    • Ja, der Kaffee muss schmecken, sonst macht es keinen Sinn.
      Essen kann man zu sich nehmen, um satt zu werden. Kaffee trinken hat mit Genuss zu tun.
      Liebe Grüße C.H.

  2. wenn wir schwachen Kaffee kochen heisst es auch heute noch … hast du heute Muckefuck gekocht ^^ das ist so in einem drinne … auch lange nach der Wende … Muckefuck ist halt Kinderkaffee bzw. Malzkaffee ^^

    • Muckefuck war wohl auch im Westen in der Nachkriegszeit ein Begriff. Ich glaube mich zu erinnern, dass in meiner Kindheit nur sonntags „Bohnenkaffee“ getrunken wurde. Der war wohl ziemlich teuer.
      Auf jeden Fall kenne ich die Kathreiner Packungen. Die gab es im Laden, damals gab es nur Tante Emma Läden.

  3. Muckefuck <—–sagte man doch zu dünnen Kaffee oder ? und ja es war auch “Kinder Kaffee”,
    L.G.Kerstin

    • Heutzutage benutzt man das Wort ‚Muckefuck‘ auch für ‚dünnen Kaffee‘ oder ‚Bodenseekaffee‘.

      Der Bohnenkaffee wird ja aus der Kaffeebohne hergestellt. Die Ernte kommt meistens aus Afrika oder Lateinamerika. Dieser Kaffee war vor Jahrzehnten ziemlich teuer und von einem Arbeiterhaushalt unter der Woche nicht zu bezahlen. Den gab es dann an Sonntagen oder noch früher an Ostern und Weihnachten.

      Anstatt die teure Kaffeebohne zu nehmen, prduzierte man aus Gerstenmalz einen Ersatzkaffee, den man Muckefuck nannte.

      Kaffee ohne Koffein ist auch für Kinder geeignet (Caro).
      Liebe Grüße C.H.

  4. Wenn ich unterwegs bin, brauche ich auch immer meinen Kaffee. Es geht nicht ohne! Ich bin eine von denen, die hier allerdings bei MD einkehrt… ich gebe es zu. Dabei geht es mehr um die hygienischen Bedingungen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob an manchen Raststätten tatsächlich regelmäßig Reinigungen stattfinden 😉 Aber zur Not, nehme ich auch den. Ich habe eher Probleme mit den Bechern, die es an den Raststätten gibt. Ich nehme sie mit und unterwegs weicht der dann nämlich auf… der Rest ist ohne Worte! Irgendwann hatte ich mal darüber geschrieben, muss ich mal rauskramen!

    Liebe Grüße und bleib‘ sauber, die Emily

    • Wenn der Kaffeeautomat im Tankstellenbereich nicht regelmäßig gereinigt wird, denke ich, würde ich das schmecken. Der Kaffee im Raststättenrestaurantbereich ist meistens der Automat mit den vier oder fünf Wählprogrammen. Diese Automaten meide ich bewusst.
      Dass sich Kaffeebecher auflösen, ist mir noch nicht passiert. Weder an meinen bewussten Tankstellen noch beim morgendlichen Bahnhofs-Jungle-Fever-Einkauf und auch nicht die Unterwegsbecher bestimmter Einkaufsmärkte.

      Schmutz gehört zum Leben. An den Staub und Schmutz an den Fingern musste ich mich in jungen Jahren gewöhnen.

      Liebe Grüße C.H.

  5. Muckenstrunz und Bamschabl …

    😉

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