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Lesestapel – Mark Twain

18. Oktober 2013

Mark Twain – Reise durch Deutschland

Verlag: Anaconda
2013
Ausstattung/Bilder: 2013. 256 S. 187 mm
Seitenzahl: 255
Deutsch

Klappentext:
Auf seiner ausführlichen Europareise (Bummel durch Europa) durchstreifte Mark Twain, der Erfinder von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, im Jahr 1878 auch die deutschen Lande. Wie für einen Amerikaner nicht anders zu erwarten, blickt der Schriftsteller in seinen höchst unterhaltsamen Schilderungen mit einigem Spott auf das, was ihm vor Augen kommt. Über seinen Bummel durch Deutschland, das seltsame Studentenleben, vier Stunden Wagneroper oder die „schreckliche deutsche Sprache“ schreibt der Tourist aus der neuen Welt in einer Mischung aus satirischen Übertreibungen und jeder Menge Selbstironie.

MarkTwain-Deutschlandreise

Wie kann ein Amerikaner eine Reise im fernen europäischen Ausland anders beginnen. Zu Hause auf der Weltkarte oder einem Globus sieht der Reisevorbereiter das groß abgebildete Amerika und das kleine Deutschland und denkt, dass man Deutschland im Jahre 1878 erwandern kann. Schon in Hamburg merken sie, dass das wohl nicht geht. Natürlich reisen sie dann die größeren Strecken mit dem Zug.

Gewandert wird auch, aber immer nur vor Ort. Schön ist es zu lesen, dass man sich in der Mittagszeit in ein Hotel eincheckt, im zugehörigen Restaurant zu Mittag speist, ziemlich oft Forelle, sich zwei bis drei Stunden schlafen legt, anschließend wieder auscheckt und die sieben Kilometer zum nächsten Ort wandert, während das Gepäck von einem Kurier transportiert wird.

Auf der Neckarreise auf einem Floß stellt er fest, das deutsche Frauen Arbeiten aller Art ausführen. Sie graben, sie hacken, sie ernten, sie säen, sie tragen ungeheuere Lasten auf dem Rücken, sie schieben über lange Strecken die Schubkarre, sie ziehen den Wagen, wenn kein Hund oder keine dürre Kuh in der Nähe ist.
In den Städten sei es anders. Die Frauen tun nur bestimmte Dinge. Das Zimmermädchen in einem Hotel hat nichts weiter zu tun, als die Betten zu richten, das Feuer zu machen, Handtücher und Kerzen zu bringen und mehrere Tonnen Wasser mehrere Treppen hinaufzuschleppen. Sie muss nicht länger als achtzehn oder zwanzig Stunden am Tag arbeiten, und wenn sie müde ist, kann sie sich hinknien und den Boden schruppen.

Wer Tom Sawyer und Huckleberry Finn gelesen hat, wird es merken: Die Reisebeschreibung ist ein echter Mark Twain. Locker und leicht liest sich das Buch, 1878 ist schon ziemlich lange her, manches wirkt in der heutigen Zeit skurril. Aber so war sie, die gute alte Zeit.

Die Landschaftsbeschreibungen von Karl May sind allerdings besser. Die sind wie fernseh gucken.

4Sterne-Text

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From → Allgemein

2 Kommentare
  1. Wünsche dir einen schönen Freitag ja in Deutschland gibt es tolle Ortre das weiß ich.Lieber Gruß Gislinde

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