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Offener Brief an die kluge FAZ

21. Januar 2015

Sie reflektierten in Ihrer Dienstagausgabe die Klage einer Schülerin, die via Twitter mehr Finanzunterricht forderte.

Sie befragten einen Wirtschaftsdidaktiker zu diesem Thema. Der Hochschulprofessor beantwortete sechs der sieben Fragen im Sinne der Schülerin. Er befürwortet grundlegende Kenntnisse über Chancen und Risiken von Versicherungsverträgen, Kenntnisse über das magische Dreieck der Geldanlage (hohe Rendite, möglichst große Sicherheit und eine hohe Liquidität sind nicht auf einmal zu haben) und die Schülerinnen und Schüler sollten lernen, wie eine Geldanlagenberatung funktioniert.

Die Frage nach Steuerunterricht in der Schule beantwortet er natürlich negativ. Wo doch nun wirklich jeder weiß, dass die Steuergesetze rein willkürlich sind. Und genau diesen Satz „Dafür ist die Schule nicht zuständig“ nehmen Sie für Ihre Titelzeile. Diese Überschrift liefert ein falsches Bild des Interviews. Das ist unklug!

Das Abitur soll eine Reifeprüfung sein. Die Reife für das Leben (Ausbildung, Studium und Beruf) erlangt man nicht, indem man für Prüfungen auswendig lernt und nachher nichts mehr vom Thema weiß. Sie sollten sich vor Augen führen, dass das Leben zu komplex geworden ist, um mit Stoffansammlungen aus dem achtzehnten oder neunzehnten Jahrhundert die Lebensreife zu erlangen. Brotlose Kunst hilft den Jugendlichen nicht, um sie auf das Leben vorzubereiten und die brotlose Kunst verdient kein Geld.

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From → Leben

7 Kommentare
  1. dem ist nichts hinzuzufügen! ist hier dasselbe.
    lg Sina

    • Wir müssen uns derer entledigen. Die ewig Gestrigen sind ein Hindernis für die gesellschaftliche Fortentwicklung.
      LG Charles

  2. nixe permalink

    !!!!!!!!!!! SO isses!
    Liebe Grüße

  3. Ohne Fleiß kein Preis liebe Grüße und einen schönen Donnerstag Gruß Gislinde

  4. Die Gesellschaft verändert sich und die Übernahme an Verantwortung auch. Schüler, bzw. Auszubildende begreifen oft gar nicht, dass es wichtig ist, ein ganzes Buch zu lesen, um eine Frage beantworten zu können. Die Zusammenhänge sind wichtig. Die stehen nicht im Handy und auch nicht bei Wikiwasweißich. Menschen werden nicht mehr „an die Hand“ genommen und viele sind nur sich selbst überlassen. Das ist zu wenig.
    Liebe Grüße, Emily

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