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Time!

12. März 2015

„… heißt es zum Beispiel bei einem Tennismatch, wenn der Schiedsrichter die Spieler zum Weiterspielen auffordert. Die Zeit ist allgegenwärtig. Niemand kann sich ihrem Einfluss entziehen.

Nicht einmal in der Nacht hat man Ruhe vor der Zeit. Wie immer ist unter der Woche die Zeit bis zum Morgen zu kurz. Kaum ist man eingeschlafen, weckt der Wecker unbarmherzig. Wer empfindet hierbei schon, dass „Morgenstund‘ Gold im Mund hat“.

Die fünf Arbeitstage bis zum Wochenende ziehen sich wie Kaugummi, die darauf folgenden zwei Wochenendtage fallen kaum ins Gewicht, so rasch naht der Montag. Genauso ist es im Urlaub. Die erste Woche im dreiwöchigen Sommerurlaub passt in das Gefühl: „Ich habe drei Wochen lang frei!“ Ab der zweiten Woche beginnt die Zeit schon wieder zu Rennen.

Vor einiger Zeit verbrachte ein Höhlenforscher in einem Experiment zwei Monate in totaler Isolation in einer unterirdischen Höhle. Ohne Uhr, ohne Kalender und ohne Sonnenlicht. Seinen Schlaf und seine Essenszeiten passte er seiner biologischen Uhr an, aß, wenn er hungrig war und schlief, wenn ihn Müdigkeit überkam. Er wollte erforschen, wie ein natürlicher Rhythmus ohne Zeitvorgaben auf dieses Zeitgefühl auswirkte.

Als ihn sein Unterstützer-Team nach zwei Monaten wieder an die Oberfläche holte, war laut seinem eigenen Tagebuch nur ein knapper Monat vergangen. Sein Experiment zeigte, dass das Zeitgefühl nicht unveränderlich ist.
Zeiten gefüllt mit intensiven Erlebnissen dehnen sich aus. Routine und monotone Arbeiten wie die in der unterirdischen Höhle lassen die Zeit geradezu verfliegen.

Eigentlich hätte ich es anders erwartet: Zeiten gefüllt mit intensiven Erlebnissen verfliegen. Routine und monotone Arbeiten lassen die Zeit ausdehnen.

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From → Leben

8 Kommentare
  1. DerZeit habe ich das Gefühl, ️ich säße in einem ICE und rase damit durch den Tag. Von Monotonie keine Spur, im Gegenteil …
    LG sk

  2. Mit der Höhle ist das interessant. Ich hätte eher das Gegenteil erwartet. liebe Grüße Leonie

  3. Je mehr es gibt, woran man sich erinnern kann, desto länger erscheint einem ein Zeitraum. Ein abwechslungsreicher Urlaub erscheint einem lang, wenn auch erst im Nachhinein. So ein Höhlenaufenthalt dagegen kurz, auch das erst im Nachhinein wahrscheinlich.

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