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Jeremy Clarkson

15. März 2015

„Gott schütze Jeremy Clarkson“, schreibt Ulf Poschardt in einem Essay und ergänzt: „Der beste Motorjournalist der Welt wird von der BBC kaltgestellt. Er gilt als manischer Provokateur und ist doch nur Freigeist und Aufklärer.“

Top Gear ist ein Automagazin, das von dem britischen Fernsehsender BBC Two ausgestrahlt wird. Seine gegenwärtigen Moderatoren sind Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May. In Deutschland ist die Sendereihe in Simultanübersetzung auf DMAX und neuerdings auch auf n-tv zu sehen.

TopGear-Moderatoren

Die britische Rundfunkanstalt BBC hat Jeremy Clarkson vorübergehend suspendiert. Er soll mit einem Produzenten der Sendung in ein Handgemenge verwickelt gewesen sein. Ja und? ­Eine Backpfeife kann die Gemüter wieder beruhigen. Kommt ein Empire ohne eine gewisse Härte zustande?

JeremyClarkson

Jeremy Clarkson ist das Ausrufezeichen der Sendung. Mehr britischer Humor, der sehr schräg und für manches mitteleuropäische Armutsgemüt verletzend sein kann, geht wohl kaum. Und wie immer in diesen Momenten, wenn ein „Titan des Freigeistigen stolpert“, jene Pfeifen nachtreten, die darauf nur gewartet haben.

Die Clarksen Hasser reduzieren die erfolgreichste Fernsehshow der Welt mit Hunderten von Millionen Zuschauer pro Sendung auf eine kurze Skandalchronik. Hat er wirklich zu dem Asiaten auf der Brücke das N-Wort gesagt? Hat er die Tatsache, dass der Mini von BMW gebaut wird, mit einem Hitlergruß und dem Hinweis kommentiert, dass das Navigationssystem nun zeige, auf welcher Route man in Polen einmarschieren kann? Für die schnappatmende Empörung der Kleingeister werden sich bestimmt noch mehr Beispiele finden.

Bei der Top Gear Tour durch den Süden der USA werden Clarkson und seine Co-Moderatoren wegen ihrer Propaganda für die Rechte von Homosexuellen und Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin von den Republikaner wählenden Rednecks von der Tankstelle gejagt. Clarksons galliger und anarchischer Humor richtet sich im Zweifel gegen jede Form von Engstirnigkeit und Intoleranz. Nach seinen eigenen Worten ist er ein dicker alter Mann mit Haarausfall und seine beiden Co-Moderatoren, ein Zwerg und ein Schleicher, johlen dazu.

Clarkson hält das grüne Geschwätz für eine Zumutung. Recht hat er. Aber dennoch sind für ihn die übermotorisierten SUV mit ihrem enormen Benzinverbrauch pervers und nicht zeitgemäß.

In einem BBC-Interview, zu dem er eingeladen wurde, antwortete er auf die Frage nach dem Streik im Nahverkehr, dass er die Streikenden vor den Augen ihrer Angehörigen erschießen würde. In derselben Sendung fragte er das Publikum, warum ein Zug halte, wenn er einen Selbstmörder überfahren habe, das sei doch sowieso nichts mehr zu machen. Ich hätte es ihm sagen können: weil die Lokführer sich hinterher krank stellen, um mehr Zulage herauszuhauen. So funktioniert das Zulagensystem.

Clarkson ist mir sympathisch und muss in der Sendung bleiben. Ohne Clarkson funktioniert die Sendung nicht.

https://twitter.com/hashtag/BringBackClarkson?src=hash

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/jeremy-clarkson-warum-top-gear-die-beste-autoshow-war-a-1022929.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/bbc-suspendiert-top-gear-moderator-jeremy-clarkson-13476179.html

http://www.stern.de/auto/top-gear-moderator-jeremy-clarkson-flieht-aus-argentinien-2143048.html

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From → Leben

2 Kommentare
  1. Wünsche eine gute neue Woche Gruß Gislinde

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