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Stehblues für die Freitagnacht (Disturbed – The Sound Of Silence)

17. Februar 2017

Disturbed – The Sound Of Silence

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Hallo Dunkelheit, mein alter Freund.
Ich kam um wieder mit dir zu sprechen,
weil eine langsam schleichende Vision
hinterließ ihre Samen während ich schlief.
Und diese Vision, die in mein Hirn gepflanzt wurde,
ist noch immer im Klang der Stille.

In ruhelosen Träumen lief ich allein
über schmale Straßen aus Kopfsteinpflaster.
Unter dem Schein einer Straßenlaterne
schlug ich meinen Kragen hoch gegen die Kälte und Feuchtigkeit,
als meine Augen durch den Blitz einer Neonlampe geblendet wurden,
der die Nacht spaltete
und den Klang der Stille berührte.

Und im blanken Licht sah ich
zehntausend Menschen.Vielleicht auch mehr.
Leute die sprachen ohne etwas zu sagen.
Leute, die hörten ohne zu zuzuhören.
Leute die Lieder schrieben, die Sprachen nicht teilen,
Und niemand wagte es
den Klang der Stille zu stören.

„Ihr Dummköpfe,“ sagte ich, „ihr wisst nicht
das die Stille wie Krebs wuchert.
Hört meine Worte, damit ich euch lehren kann.
Nehmt meine Arme, dass ich euch erreichen kann.“
Aber meine Worte verhallten wie leise Regentropfen
in dem Brunnen der Stille.

Und die Menschen knieten sich hin und beteten
den Neon-Gott an, den sie erschaffen hatten.
Und das Schild funkelte seine Warnung
in den Worten die es formte.
Und das Schild besagte:
„Die Worte der Propheten sind auf die Wände der U-Bahnen
und Flure der Sozialwohnungen geschrieben.“
Und sie flüsterten in den Klängen der Stille…

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From → Stehblues

5 Kommentare
    • Als ich die Version von „Disturbed“ das erste Mal im Radio hörte, war ich bestürzt darüber, dass man das schöne Lied von „Simon and Garfunkel“ so verhunzen kann. Die Anzahl der Klicks auf „youtube“ ist allerdings enorm hoch.
      LG Charles

  1. soooooooooooooooo schön

    • Die Leute scheinen die Disturbed-Version zu mögen. Ich tue mir schwer mit der Interpretation. Sie ist so vollkommen anders, als die Version von „Simon and Garfunkel“.

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